Gefährliche Pillen oder zukunftsträchtiger Weg?

"Warum eigentlich nicht" könnten Sie jetzt fragen?
Abgesehen davon daß ein Arzneimittelversand gegen geltende Gesetze verstößt, könnte unsere Gegenfrage lauten: "Wo liegt die Verbesserung?"

Sicher kann man anfangs zu diesem Thema unterschiedlicher Meinung sein. Bei nachgewiesen fehlender Arzneimittelsicherheit sind unterschiedliche Ansichten fahrlässig, da hier Menschenleben bedroht werden !!
Hinzu kommt die landläufige Meinung, daß mit einem hochwirksamen Arzneimittel ähnlich unbedarft wie z.B. mit einer Konservendose umgegangen werden kann.

Gerade bei Arzneimitteln ist nicht alleine der Preis das Maß der Dinge wie von interessierter, aber fachlich unqualifizierter Seite gerne weisgemacht wird. Im Preis liegen wir im unteren Drittel aller EG-Länder. Dazu unten mehr.
Die Arzneimittelsicherheit ist das Hauptthema! Die Möglichkeit zur Beratung, auch zur Abratung, zum Nachfragen usw sind ebenfalls Themen.

Deshalb warnt auch die Stiftung Warentest in Ihrem test-Heft 9/2000 vor dem Einkauf von Arzneimitteln im Internet.

Unter der Überschrift "Russisches Roulette mit @rzneimitteln" weist sie darauf hin, dass weder die erwartete Qualität noch der Service stimmen. Die harten deutschen Qualitätsanforderungen können bei Internetanbietern faktisch überhaupt nicht überprüft werden. Minderwertige Qualität, Verunreinigungen mit z.T. gesundheitsschädigenden Substanzen sind nachgewiesene Realität.

Hinzu kommt, dass bei diversen Testkäufen teilweise die Medikamente gar nicht ankamen, aber oft per Vorkasse bezahlt werden mußten.
Außerdem gab es eklatante Preisunterschiede, die meisten Arzneimittel seien bei legalem Bezug in der Apotheke billiger.

Das größte Problem sei aber - so Stiftung Warentest - es besteht aufgrund mangelnder, falscher oder gar keiner Information Lebensgefahr. Hinzuweisen sei auch darauf, daß das Internet derzeit zum wichtigsten Markt für Fälscher werde.

Die deutsche Arzneiwesen ist eins der sichersten in der Welt. And never change a running system...!

Aus gutem Grunde ist der Versandhandel mit Arzneimitteln in 12 von 15 EG-Staaten verboten. In den 3 Staaten, wo er erlaubt ist, sind die durchschnittlichen Distributionskosten höher als in Deutschland.
Wer z.B. eine Packung Aspirin im Versandhandel bestellt, zahlt zusätzlich zum Packungspreis ersandkosten. Dafür ist die Packung nach 3 Tagen bei Ihnen - Auch wenn Sie heute die Kopfschmerzen haben.....

Deutschland ist längst ein Billigland auf dem Arzneimittelmarkt, nur noch Spanien und Griechenland lagen 2000 unter dem deutschen Preisniveau. (Weshalb aus Deutschland mittlerweile mehr Arzneimittel exportiert als importiert werden). Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Italien lagen bis zu 35% darüber. Die Gesamtausgaben für Arzneimittel sind von 1992 bis 2000 in Deutschland um 25% gestiegen, in den USA um 109 %!

Den Politikern bzw. Krankenkassenfunktionären, die aus populistischen Motiven einen Internethandel für Arzneimittel fordern, empfehlen wir erst einmal die nötige Einarbeitung in die Materie, damit sie überhaupt verstehen, was sie da reden. Und dann sollen sie die Einhaltung der Arzneimittelsicherheit nachweisen.

Mit der Arzneimittelsicherheit ist es ähnlich wie mit der Schwangerschaft: Ein "bißchen" weniger oder mehr gibt es nicht!

Manchmal, so scheint es, wird wilder Aktionismus von manchem Krankenkassen-funktionär nur deshalb produziert, um das eigene, meist völlig überhöhte Gehalt zu rechtfertigen. Krankenkassenfunktionäre verdienen bis zum Doppelten von dem, was Industriebosse bekommen. Obwohl sie nichts produzieren, sondern nur Mitgliederbeiträge verwalten.

Lieber Staat, wie wäre es denn, wenn Du auf Arzneimittel nur die halbe Mehrwertsteuer erheben würdest? Wie dies in anderen Ländern längst üblich ist ???

Diese Informationen sind schon ein paar Tage,alt aber unverändert gültig!!

Zum Thema einige links:

http://www.zeit.de/2008/13/Arzneisicherheit

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/zukunftsmedizin/medikamente/faelschung

http://www.gesundheitpro.de/Arzneimittel-Faelschungen-auf-dem-Vormarsch-Arzneimittel-A080331MEMAQ071002.html

http://medi-report.de/nachrichten/2000/07/20000705-04.htm

http://www.barmer.de/hauptbereiche/barmer/presseinformationen/.......